Holzzerstörende Fäuleerreger  

 

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Der Stammfuß als Achillesferse…

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Pilzbefall an Bäumen ist dann von Interesse, wenn der Pilz die Holzstruktur angreift.

Das ist makroskopisch augenscheinlich, wenn ein wurzelbürtiger Fäuleereger, welcher die festigenden Zelluloseketten des Holzes abbauen kann, direkt am Stammfuß seines Wirtes fruchtet.

Der Pilz in seiner Gesamtheit zersetzt dabei mikroskopisch betrachtet die makromolekularen Strukturen der einzelnen Zellulosefasern mit enzymatischen Mechanismen und nagt letztendlich an der Statik des befallenen Baumes.

 

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Manifestiert sich eine Holzzersetzung in statisch wirksamen Strukturen des Baumes, ist vorsorglich gutachterlicher Rat geboten.

Grundsätzlich unterscheidet man beim Pilzbefall die Weiß-, Braun- und Moderfäule und differenziert in wurzelbürtige, stamm- und wurzelbürtige und stammbürtige Fäuleerreger.

Bemerkt sei auch, dass längst nicht jeder Pilzfruchtkörper an einem Baum gleich eine Gefahr darstellt !

Vorwiegend für die kommunale Baumkontrolle sind daher nachfolgende Fäuleerreger hinsichtlich ihres holzzerstörenden Potentials an Strassen- und Parkbäumen für den Baumkontrolleur von besonderer Bedeutung :

Brandkrustenpilz – Kretzschmaria deusta

Eichenfeuerschwamm – Phellinus robustus

Eschenbaumschwamm – Perenniporia fraxinea

Hallimasch – Armillaria ssp.

Lackporling – Ganoderma ssp.

Ochsenzunge – Fistulina hepatica

Riesenporling – Meripilus giganteus

Schuppiger Porling – Polyporus squamosus

Sparriger Schüppling – Pholiota squarrosa

Schwefelporling – Laetiporus sulphureus

Zottiger Schillerporling – Inonotus hispidus

Zunderschwamm – Fomes fomentarius

Lediglich makroskopische Pilzbestimmung durch den unerfahrenen Baumkontrolleur sind nicht immer eindeutig, aber mikroskopisch lassen sich durch histologische Untersuchungen hier eindeutige und gerichtsverwertbare Aussagen treffen.

 

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